23.06.2021: Sinnstiftende Tätigkeit: Betreuungskräfte im Pflegebereich

vhs Osnabrücker Land qualifiziert zusätzliche Betreuungskräfte

Osnabrück/Westerkappeln. Eigentlich arbeitet Sigrid Zillmann als Sachbearbeiterin im Studentenwerk Osnabrück. Jetzt hat sich die gelernte Bürokauffrau in einem Lehrgang der vhs Osnabrücker Land (vhs) nebenberuflich zur zusätzlichen Betreuungskraft für pflegebedürftige Menschen in Altenpflegeeinrichtungen qualifiziert. Das Interesse für den Beruf entstand im privaten Umfeld: „In der Zeit, in der meine Mutter im Haus der Diakonie Westerkappeln gepflegt wurde, habe ich viel von der Arbeit der zusätzlichen Betreuungskräfte mitbekommen und diese sehr schätzen gelernt. Die Betreuungskräfte stellten mit ihrer Arbeit eine wirkliche Bereicherung des Alltags der älteren Menschen da“, erzählt die 55-Jährige, „damals fragte mich meine Mutter, ob das nicht etwas für mich wäre.“ Dann kamen Corona und damit auch die Kurzarbeit in ihrem Job im Studentenwerk, die bis jetzt andauert. Mit 14 weiteren Teilnehmern und Teilnehmerinnen startete Sigrid Zillmann im November während der Kurzarbeit mit dem Lehrgang bei der vhs mit dem Ziel, neben ihrer Tätigkeit beim Studentenwerk als Betreuungskraft zu arbeiten. „Ich habe mich unter anderem für den Lehrgang bei der vhs entschieden, da dieser als berufsbegleitender Lehrgang konzipiert ist. In dieser Form hätte ich ohne Probleme auch neben der Arbeit teilnehmen können, falls meine Kurzarbeit geendet hätte“, so Zillmann. Nach dem Tod ihrer Mutter Anfang 2020 arbeitete sie bereits ehrenamtlich im Haus der Diakonie Westerkappeln. Jetzt ist sie als Betreuungskraft immer dienstags und donnerstags vor Ort und bietet Gedächtnistraining für die Bewohnerinnen und Bewohner an oder begleitet die Gottesdienste. „Zusätzliche Betreuungskräfte entlasten das Pflegepersonal in der stationären und ambulanten Altenpflege, sie ersetzen es nicht“, erklärt Magdalena Kavermann von der vhs, die den Lehrgang als Dozentin leitet, „die zusätzlichen Betreuungskräfte verstehen sich als Begleiter, die ältere Menschen im Alltag unterstützen. Ihre Aufgabe ist nicht die Pflege, sondern die soziale Betreuung der Seniorinnen und Senioren.“
„Die Arbeit mit den älteren Menschen ist für mich eine sehr sinnstiftende Tätigkeit. Es macht viel Freude, den Bewohnern und Bewohnerinnen etwas zurückzugeben, gerade nach der Corona-Zeit“, freut sich Sigrid Zillmann über ihr neues Tätigkeitsfeld. „Die Seniorinnen und Senioren haben in der Corona-Zeit vieles verzichten müssen. Sonst finden immer Veranstaltungen, Gruppenangebote oder Ausflüge statt. Hiervon konnte während Corona nichts stattfinden“, ergänzt Kavermann, „in der Pandemie wurde deutlich, welchen wichtigen Beitrag die Betreuungskräfte leisten: Neben der Unterstützung des Pflegepersonals haben sie viel Betreuungsarbeit im Eins-zu-eins-Kontakt geleistet und damit versucht, Einsamkeit und Traurigkeit aufzufangen.“

Wie die Arbeit der Betreuungskräfte in den Altenpflegeeinrichtungen, war auch die Organisation des Lehrgangs stark von der Corona-Zeit bestimmt. Die ersten Veranstaltungen konnten im November letzten Jahres noch in Präsenz stattfinden, dann wurde für die Zeit des Lockdowns auf online Unterricht umgestellt. „Die sehr guten Ergebnisse des Abschlusskolloquiums haben gezeigt, dass die Teilnehmenden im Online-Unterricht viel mitnehmen konnten und gut auf die Praxis vorbereitet sind“, sagt Birte Steffen, Gerontologin und Prüfungsvorsitzende. Neben Sigrid Zillmann bekamen auch die anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach dem Abschluss des Lehrgangs nahtlos einen Job als Betreuungskraft. „Einige haben im Vorfeld in Einrichtungen der Altenpflege gearbeitet, andere konnten im Praktikum während der Qualifizierung Kontakt zu ihren jetzigen Arbeitgebern knüpfen“, erklärt Idrisia Hamza, Programmbereichsleitung Berufliche Bildung, die den stolzen Absolventen die Zertifikate überreichte, „der Bedarf an Betreuungskräften ist nach wie vor hoch.“ Sigrid Zillmann wird auch nach der Kurzarbeit weiterhin im Studentenwerk Osnabrück arbeiten: „Beide Tätigkeiten ergänzen sich für mich perfekt.“

Inhalte des 172 Stunden umfassenden Lehrgangs sind unter anderem Krankheitsbilder im Alter, Kommunikation mit Menschen mit Demenzerkrankungen, Märchenarbeit, Bewegungsübungen sowie der Umgang mit Sterben, Tod und Trauer. Den theoretischen Unterricht des Dozententeams der vhs ergänzen 80 Praxisstunden. Am Mittwoch, 03. November, beginnt der nächste Lehrgang Zusätzliche Betreuungskräfte im Pflegebereich. Er ist als Teilzeit-Lehrgang konzipiert, eine Teilnahme neben einer Berufstätigkeit ist damit gewährleistet. Eine Förderung nach AZAV (Bildungsgutschein) ist möglich. Weitere Informationen, auch zum umfangreichen Fortbildungsangebot für das Berufsfeld Altenpflege, gibt es bei der vhs Osnabrücker Land (Telefon 0541/501-8904, E-Mail: magdalena.kavermann@vhs-osland.de).

08.06.2021: Mit der vhs an die frische Luft – Outdoor-Angebote der Volkshochschule Osnabrücker Land im Sommer

Osnabrück. „Endlich ist es soweit – die Inzidenzwerte fallen, und es dürfen laut der niedersächsischen Landesverordnung wieder Kurse der vhs in Präsenz stattfinden“, freuen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Volkshochschule Osnabrücker Land. Nach den weitreichenden Beschränkungen durch den Lockdown oder ständigem online sein im Homeoffice bieten besonders die Outdoor-Angebote der vhs eine willkommene Abwechslung sowie eine sichere Möglichkeit der Begegnung. Spaß haben, sich fit halten, den Horizont erweitern oder einfach mal abschalten, all das ist in den Outdoor-Kursen der vhs möglich. In Bramsche, Hagen, Melle und Georgsmarienhütte können Interessierte beim „Waldbaden“ den Wald als natürlichen Kraftort entdecken. Bei einer Kräuterwanderungen in Bissendorf lernen Interessierte die vielfältigen Wildkräuter kennen, welche die heimischen Wälder und Wiesen zu bieten haben. Im Kulturkloster Malgarten in Bramsche gibt es bei der Führung „Kloster Malgarten – gestern, heute, morgen“ Spannendes zu erfahren. Kreative Impulse setzen der Ausflug „Zeichnen im Tierpark Olderdissen“ und das Angebot „Urban-Sketching“ in Osnabrück. Hier werden Stadtszenen lebendig auf Papier gebracht. In Bad Essen können Interessierte im Schnupperkurs „Qi Gong“ im SolePark die chinesische Bewegungsform kennenlernen. Bei einem sehr entspannten Spaziergang mit Alpakas, die man allein durch ihre Charaktereigenschaften so schnell nicht mehr vergisst, geht es durch das Bersenbrücker Umland. Anmeldungen für die Kurse sind erforderlich. Die Angebote finden selbstverständlich unter Einhaltung des Hygienekonzepts und den aktuellen Vorgaben des Landes statt.

21.05.2021: Haifischzähne, Schatzsuche im Grafeldermoor und unterwegs mit dem Umweltmobil Grashüpfer: vhs Osnabrücker Land bietet beim „Zukunftsdiplom“ rund 100 Kurse für Kinder

Osnabrück. Mit dem Format „Zukunftsdiplom“ weckte die Volkshochschule Osnabrücker Land (vhs) bereits 2019 bei den Sechs- bis Zwölfjährigen das Interesse für Natur und Klimaschutz. „Diesen Sommer geht das ‚Zukunftsdiplom‘ mit tollen Angeboten in die nächste Runde. Viele der Kurse finden in den Sommerferien statt “, freut sich Jörg Temmeyer, Geschäftsführer der vhs. In den unterschiedlichen Angeboten können die Kinder vieles ausprobieren, entdecken und erforschen. So werden eher abstrakte Themen wie Klimawandel, Artenschwund oder Recycling auf konkrete Art und Weise erfahrbar. „Dabei kommen Spaß und das gemeinsame Erlebnis nicht zu kurz“, ergänzt Jana Kutkowski, die das „Zukunftsdiplom“ bei der vhs plant und organisiert.

Im Juli starten rund 100 Kurse im Osnabrücker Land, die Mädchen und Jungen fit für eine umweltbewusste und ökologische Zukunft machen. In den geplanten Veranstaltungen können sich die Kinder unter anderem bei einer Schatzsuche auf die Spuren des Klimawandels am Lernstandort Grafeldermoor begeben oder vom Bildungszentrum Kuhlhoff Bippen mit einem Timeshuttle auf der Suche nach Haifischzähnen in die Vergangenheit reisen. Mit dem Umweltmobil Grashüpfer des Museums am Schölerberg erforschen sie das Leben im Bach und auf dem Boden. Die Teilnahme an den Veranstaltungen, die bis Ende September angeboten werden, ist kostenfrei. Anmeldungen für das Programm sind ab Mittwoch, den 9. Juni online möglich. Alle Kinder, die drei Veranstaltungen besucht haben, erhalten im Anschluss ein „Zukunftsdiplom“. Die meisten Veranstaltungen finden im Freien statt. Selbstverständlich werden bei der Kursdurchführung die aktuell geltende Corona-Verordnung und das Hygienekonzept der vhs eingehalten.

„Naturschutz und Klimawandel geht uns alle etwas an – besonders unsere Kinder“, sagt Landrätin Anna Kebschull, „außerdem freue ich mich in diesem Jahr besonders, dass den durch die Corona-Zeit stark belasteten und auch isolierten Kindern ein solch spannendes und gemeinschaftliches Angebot gemacht wird.“ Bei der Umsetzung des „Zukunftsdiploms“ greift die Volkshochschule Osnabrücker Land auf ein starkes Netzwerk aus Akteuren im Themenfeld Bildung für eine nachhaltige Entwicklung im gesamten Landkreis zurück. Es reicht dabei vom Imkerverein über den Naturschutzbund bis hin zum Bioland-Bauernhof. Außerdem wird das „Zukunftsdiplom" von der Klimainitiative des Landkreises Osnabrück gefördert.

Weitere Auskünfte gibt Jana Kutkowski, Programmbereich Politik, Gesellschaft, Umwelt, Telefon 0541/501-2720, E-Mail: jana.kutkowski@vhs-osland.de

19.05.2021: Jetzt erst recht: In der Corona-Zeit nicht den Anschluss verlieren

Volkshochschule Osnabrücker Land unterstützt Schülerinnen und Schüler durch Außerschulische Lernförderung

Osnabrück/Bad Iburg/Hilter. Während der Außerschulischen Lernförderung wirft Lynn Unland normalerweise einen Blick über die Schultern ihrer Schülerinnen und Schüler, die bei ihr Englisch lernen. Dabei kann sie schnell eine falsche Schreibweise korrigieren oder eine Aufgabe erneut erklären. Das geht im Moment nicht: Seit dem zweiten Lockdown im Herbst 2020 trifft sich die Lehramtsstudentin mit Schülerinnen und Schüler der Realschule Bad Iburg, die Ende Mai ihre Abschlussprüfungen schreiben, für die qualifizierte Nachhilfe einmal in der Woche im virtuellen Unterrichtsraum auf der Lernplattform vhs.cloud. „Auch wenn wir uns im Moment nicht wie gewohnt in Präsenz treffen können, bietet das Angebot dennoch eine tolle Unterstützung für die Schülerinnen und Schüler“, meint Lynn Unland, „hier haben sie die Gelegenheit, gezielt Fragen zu stellen und Rückmeldungen zu erhalten, wofür im Unterricht unter Corona-Bedingungen vielleicht manchmal die Zeit fehlt.“

Seit über einem Jahr wirkt sich die Corona-Zeit massiv auf den Schulalltag aus. Das hat auch Konsequenzen für das Angebot der Außerschulischen Lernförderung der Volkshochschule Osnabrücker Land, welches bereits seit 2014 besteht. Das zusätzliche Lernangebot zum Regelunterricht findet aktuell an 64 Grund- und weiterführenden Schulen im gesamten Landkreis in den Fächern Mathe, Deutsch, Englisch und Deutsch als Zweitsprache direkt an den Schulen statt. „In den vergangenen Monaten musste viel organisiert werden, um die Förderung unter der jeweils aktuell gültigen Verordnung anbieten zu können“, berichtet Jana Kutkowski, die bei der vhs mit Sandra Thies für die Lernförderung zuständig ist. Nicht alle Angebote finden wie die Lernförderung an der Realschule Bad Iburg digital statt: An den Grundschulen im Landkreis kann die Lernförderung seit einiger Zeit wieder in Präsenz stattfinden. Dafür müssen zum Beispiel die entsprechenden Räumlichkeiten in den Schulen zur Verfügung stehen, Desinfektionsmittel bereitgestellt und darauf geachtet werden, dass sich die Schülerinnen und Schüler der jeweils eingeteilten Lerngruppen nicht mischen. Aber das vergangene Jahr hat eins sehr deutlich gezeigt: „Schulleitungen, Lehrkräfte, Kursleitungen und die vhs sind allesamt sehr bemüht, die Lernförderung an der jeweiligen Schule anzubieten und damit zusätzliche Unterstützungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche in der Corona-Zeit zu schaffen“, bringt es Jörg Temmeyer, Geschäftsführer der vhs, auf den Punkt.

An der Grundschule Borgloh, an der seit 2016 das Angebot der Außerschulischen Lernförderung besteht, findet das zusätzliche Lernangebot in Präsenz statt. Organisatorisch ist das gut machbar. Das liegt vor allem an der kleinen Gruppengröße von maximal fünf Schülerinnen und Schülern, welche die Lernförderung auch vor der Corona-Zeit nicht überschritt. Trotzdem geht auch hier der veränderte Schulalltag an den Kindern nicht spurlos vorbei: „Obwohl die Lernförderung, wie sonst auch, nach dem regulären Unterricht bei uns in den Räumlichkeiten stattfindet, kommt es vor, dass die Schülerinnen und Schüler die Treffen der Lernförderung vergessen. Wechselunterricht und Schule unter Pandemiebedingungen sind für die Kinder ungewohnt“, berichtet Torsten Breckweg, Schulleiter der Grundschule Borgloh aus dem Schulalltag. Mit Erinnerungskarten auf den Tischen der Schülerinnen und Schüler haben die Lehrkräfte ein gutes Instrument gefunden, die Kinder auf das zusätzliche Lernangebot am Nachmittag hinzuweisen. „Durch die Lernförderung werden die Schülerinnen und Schüler auch während der Corona-Zeit unterstützt, das ist uns wichtig. Die Verzahnung zwischen den Kursleitungen, der vhs und den Lehrkräften ist dabei sehr gut. Es kann genau da angesetzt werden, wo bei den Schülerinnen und Schülern jeweils noch Bedarfe sind“, sagt Breckweg. In der Lernförderung werden keine Noten vergeben. „Das sorgt für eine Atmosphäre ohne Leistungsdruck, in der Lernlücken geschlossen werden können, in der Zeit vor Corona und jetzt erst recht“, ergänzt Sandra Thies von der vhs. Worauf sich Hannah Marstall, Lehramtsstudentin und Dozentin an der Grundschule Borgloh für Deutsch als Zweitsprache, in der Lernförderung im Moment am meisten freut, antwortete sie: „Die Pandemie ist für uns alle eine schwierige Zeit, daher freue ich mich zu sehen, dass die Kinder gerne zur Lernförderung kommen. Sie ist für die Kinder eine Abwechslung zum Zuhause Lernen. Wie vor der Corona-Zeit auch ist es natürlich toll, wenn Dinge besser verstanden und Lernerfolge sichtbar werden“.
An der qualifizierten Nachhilfe können Kinder und Jugendliche, die Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket beziehen, kostenlos teilnehmen. Für Selbstzahler ist eine kostengünstige Teilnahme möglich. Anmeldungen für bestehende Angebote der Außerschulischen Lernförderungen sind jederzeit möglich. Weitere Informationen geben Jana Kutkowski (Telefon: 0541 501-2720, E-Mail: jana.kutkowski@vhs-osland.de) und Sandra Thies (Telefon: 0541 501-2920, E-Mail: sandra.thies@vhs-osland.de).

01.04.2021: Trotz geschlossener Türen Lernen und Begegnungen ermöglichen – Online-Angebote der vhs

Osnabrück. Durch die von Bund und Ländern angeordnete weitgehende Schließung von Volkshochschulen können diese bereits seit Monaten kaum Präsenzangebote durchführen. „Als Volkshochschule sind wir eine regionale Begegnungsstätte für Weiterbildung und Kultur. Wir ermöglichen es, dass die Kursteilnehmenden voneinander lernen und sich als Teil einer Gemeinschaft verstehen. Diesem Auftrag möchten wir auch in der Coronazeit nachkommen“, berichtet Jörg Temmeyer, Geschäftsführer der Volkshochschule Osnabrücker Land (vhs). Möglich ist das mit den Online-Angeboten, welche die vhs über alle Programmbereiche hinweg anbietet. „Wir versuchen, mit unseren vielfältigen digitalen Angeboten Lernen und persönliche Begegnungen, ein soziales Miteinander sowie einen intensiven Austausch zu ermöglichen. Denn das ist es, was uns bei allen Vorschriften zur sozialen Distanzierung fehlt“, meint Temmeyer.

In den letzten Monaten sind zahlreiche Online-Angebote an der vhs entstanden. Dabei ist vieles möglich: Kreativ sein im Angebot „Malen mit Kaffee“, sich gesellschaftspolitisch weiterbilden im Kurs „Gender Studies for Beginners“, eine neue Sprache lernen, „Gemeinsam singen“ oder sich im Online-Kurs „Zumba“ zu Hause ordentlich auspowern. Auch die berufliche Bildung bleibt nicht auf der Strecke, neben EDV Kursen wurde beispielsweise der Ausbildungslehrgang „Hauswirtschaft“ kurzerhand in das virtuelle Klassenzimmer verlegt. Angehende Tagesmütter und –väter können sich in einem in Präsenz geplanten Lehrgang nun online ausbilden lassen. Überdies finden Angebote aus den vhs Themenfeldern „Deutsch und Integration“ sowie „Grundbildung“ online statt. In einem Online-Sprachkurs vertiefen Geflüchtete ihre Deutschkenntnisse und bereits gestartete Integrationskurse werden online fortgesetzt. Auch das Angebot „Input“, das auf das Nachholen des Schulabschlusses vorbereitet, sowie die Lernwerkstatt, in der Erwachsene Lesen und Schreiben lernen, werden online angeboten.
In den Angeboten kommt die Lernplattform vhs.cloud zum Einsatz, die von den Volkshochschulen in ganz Deutschland genutzt wird. „Die vhs.cloud bietet eine sichere und zentral betriebene digitale Lern- und Arbeitsumgebung, in der das Konferenzsystem Edudip integriert ist“, erklärt Idrisia Hamza, Programmbereichsleiterin Berufliche Bildung, „Teilnehmende könne die vhs.cloud über den Webbrowser abrufen oder als App für Android oder iOS nutzen.“

Die Nachfrage nach Online-Kursen ist da. „Die Teilnehmenden haben Wissendurst, Lust etwas zu erleben, in der Gemeinschaft etwas zu erarbeiten und zu erschaffen“, berichtet die Künstlerin und Dozentin Franziska Jäger von ihren Erfahrungen. Da bieten sich Online-Workshops wie „Malen mit Kaffee“ oder „Zu Besuch im Louvre“ bestens an. „Die Teilnehmenden freuen sich darüber, dass etwas stattfindet, das sie erleben und von dem sie anderen erzählen können“, schildert Jäger die Rückmeldungen aus ihren Angeboten. „Nach zwei erfolgreichen virtuellen Führungen durch den Louvre, bieten wir im April und Mai einen digitalen Streifzug durch das Rijksmuseum in Amsterdam an“, wirbt Juliane Barišić, Programmbereichsleiterin Kunst, Kultur und Kreativität für ihr Angebot. Online auf vhs-osland.de finden Interessierte neben diesen Veranstaltungen alle weiteren Online-Kurse der verschiedenen Programmbereiche wie Gesundheit, Politik, Gesellschaft oder Berufliche Bildung. Es kommen ständig neue Angebote hinzu.

„Die Corona-Pandemie hat den Bestrebungen, unsere Angebote digitaler zu gestalten, einen zusätzlichen Schub versetzt“, merkt Geschäftsführer Jörg Temmeyer an, „dennoch vertreten wir als Volkshochschulen nach wie vor die Auffassung, dass man am besten gemeinsam lernt. Online Lernen kann Begegnung und Austausch niemals ganz ersetzen. Doch mit unseren digitalen Angeboten können wir das gemeinsame Lernen weiterhin erlebbar machen und überbrücken so die Zeit bis zum Start der Präsenzveranstaltungen.“

Zu allen technischen und inhaltlichen Fragen zu den Online-Kursen beraten die vhs Mitarbeitenden gerne. Der Kundenservice ist montags bis freitags von 9 bis 13 Uhr erreichbar (Telefon 0541 501-7777, E-Mail: info@vhs-osland.de).